Hernien-Siegel für hohe Behandlungsqualität
Die Deutsche Herniengesellschaft (DHG) bescheinigt dem Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen Hernienchirurgie nach hohen Qualitätsstandards. Zum ersten Mal hat sie der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie für ihre individuell auf den Patienten abgestimmten Operationen von Leisten- und Bauchwandbrüchen ihr Siegel für qualitätsgesicherte Hernienchirurgie verliehen. „Die Auszeichnung ist für uns eine Bestätigung für die große Expertise in der Hernienchirurgie in unserem Haus“, freut sich Dr. Johannes Spohnholz, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im EVK Gelsenkirchen. Das Klinikum ist Teil des EVA Ruhr (Evangelischer Verbund Augusta Ruhr), zu dem sieben Krankenhausstandorte in Bochum, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Hattingen, Herne und Witten gehören.
Um das „DHG-Siegel Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ zu erhalten, müssen Kliniken die durchgeführten Hernieneingriffe im Rahmen einer deutschlandweiten Studie dokumentieren. Diese regelmäßige externe Überprüfung sichert eine hohe Qualität der Hernienbehandlung und sorgt für Transparenz, auf die Patientinnen und Patienten vertrauen können. Dazu zählen zum Beispiel eine niedrige Komplikationsrate, eine hohe Patientenzufriedenheit sowie eine umfassende Nachsorge. „Die Auszeichnung mit dem DHG-Siegel unterstreicht einmal mehr unsere hohe Fachkompetenz und das Engagement unserer Mitarbeitenden für eine bestmögliche medizinische Versorgung auf höchstem Niveau“, freut sich Ljubomir Nilovic, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.
Als Hernien bezeichnen Mediziner Eingeweidebrüche. Anders als bei Knochen handelt es sich bei Hernien allerdings nicht um einen klassischen Bruch, sondern vielmehr um nachgebendes Gewebe. Man spricht von einer Hernie, wenn die Schutzschicht, die aus Muskeln, Gewebe und der Haut besteht, bricht. Durch die entstandene Lücke in der Bauchwand können Teile der Bauchorgane nach außen gedrückt werden. Von außen ist eine Hernie deshalb meist an einer Wölbung zu erkennen.
Hernien können nur durch einen chirurgischen Eingriff beseitigt werden. Im EVK geschieht das hauptsächlich mithilfe der minimalinvasiven Chirurgie. Dieses Verfahren ist für Patienten besonders schonend, weil hier nur wenige kleine Schnitte nötig sind, über die die Instrumente eingeführt werden. „Dank der Schlüssellochchirurgie genesen Patienten viel schneller und können meistens schon am Tag des Eingriffs wieder nach Hause“, sagt Dr. Spohnholz. Mitunter kann auf eine Operation sogar verzichtet werden. Zum Beispiel, wenn Betroffene keine Beschwerden haben oder das Risiko für Komplikationen gering ist. Eingeweidebrüche sollten dennoch immer ärztlich abgeklärt werden. Im EVK gibt es eine spezielle Sprechstunde für Hernien. „Hier können wir einen individuell auf den Patienten abgestimmten Behandlungsplan entwickeln“, so Dr. Johannes Spohnholz. Eine Terminvereinbarung ist in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter Tel. 0209/160-1801 möglich.